Heute ist der 13. Mai und die ein oder anderen unter uns haben gerade drei wunderbare freie Tage hinter sich, so wie ich. Das Wetter am heutigen Sonntag lässt in Saarbrücken zwar eher zu wünschen übrig, aber dadurch, dass ich nun drei Tage hatte, um alle möglichen Dinge zu erledigen, hatte ich heute ausnahmsweise mal gar nichts auf meiner To-Do-Liste.

Ja ok, ich habe auch die Fenster geputzt, aber das mache ich gerne. Aber mal abgesehen davon, konnte ich den heutigen Tag dazu nutzen, mein für mich neu gefundenes Hobby auszuüben: Naturkosmetik selber herstellen.

Dieses Mal versuche ich mich an Body Butter, Körperbutter, und es da ich für den Nagel- und Handbalsam schon einiges an Zutaten besorgt hatte, fehlten mir nur noch zwei Öle, Aprikosenkernöl und Wildrosenöl. Beides habe ich wieder über den Naissance Shop auf Amazon bezogen.

Übrigens, solltet ihr euch wundern, so wie ich, dass Wildrosenöl meist zusammen mit Hagebuttenkernöl auf dem Flaschenetikett auftaucht, es ist in der Tat das gleiche. Das Öl wird aus den Blütenblättern der Pflanze gewonnen, die dann später die Hagebuttenfrüchte trägt. Wieder einmal etwas dazugelernt.

Als Duftrichtung habe ich mich dieses Mal für Lavendel entschieden. Denn da auch dieses Produkt wieder sehr reichhaltig ist, wird es etwas sein, was ich vor dem Schlafgengehen benutzen werde, und da fand ich den beruhigenden Lavendelduft sehr passend. Ich war mir erst nicht sicher, ob der Duft zum Eigengeruch der Butter passt, aber diese Sorge war unbegründet, wie sich herausstellte.
Das Öl hatte ich kurz nach Weihnachten im Bioladen besorgt.

Dieses Rezept ist etwas einfacher, als das für den Handbalsam, weil es weniger Zutaten umfasst.

Für die Body Butter benötigt ihr folgendes:

– 60g Sheabutter
– 15g Kakaobutter
– 15 ml Aprikosenkernöl
– 5 ml Wildrosenöl
– 15 Tropfen Lavendelöl

Aprikosenkernöl von Naissance

Aprikosenkernöl von Naissance

Wildrosenöl von Naissance

Wildrosenöl von Naissance

Lavendelöl

Lavendelöl – wirkt wohltuend und beruhigend

Sheabutter

Sheabutter

Kakaobutter

Kakaobutter

Weckgläschen in verschiedenen Größen

Weckgläschen in verschiedenen Größen

Außerdem habe ich wieder die kleine Stielkasserole benutzt, einen kleinen Schneebesen und einen Teelöffel. Ich rate außerdem zu ein paar Latexhandschuhen, da ihr ab einem gewissen Zeitpunkt die Hände sehr fettig haben werdet und das Umrühren der festen Masse nicht mehr so gut funktioniert wenn alles fettig ist. Zum Schluss benötigt ihr noch einen Plastikgefrierbeutel, den ihr zu einem Spritzbeutel umfunktionieren könnt. So lässt sich die Masse leicht in ein Behältnis füllen.

Als Tiegel habe ich mich dieses Mal für ein kleines Weckglas entschieden, da es ein bisschen mehr daher machen sollte, als die Plastiktigel aus dem Drogeriemarkt.

Und dann kann´s auch schon los gehen:

Als erstes sammelt ihr alle festen und flüssigen Fette und Öle in dem Behälter. Die Stielkasserole kann ich direkt auf den Herd stellen, solltet ihr jedoch Schüsseln oder Behältnisse nutzen, mit denen das nicht geht, nutzt einfach ein Wasserbad.

Alle Zutaten im Topf sammeln ...

Alle Zutaten im Topf sammeln …

Bringt nun bei sehr geringer Hitze alles zum Schmelzen bis alle Fette und Öle vollkommen flüssig und aufgelöst sind.

... und zum Schmelzen bringen, bis alles vollständig aufgelöst ist

… und zum Schmelzen bringen, bis alles vollständig aufgelöst ist

Dann nehmt ihr den Topf vom Herd runter und rührt ca. 10 Minuten kontinuierlich bis die Flüssigkeit ungefähr Zimmertemperatur hat.

Anschließend kommt das Ganze für 15 Minuten ins Gefrierfach. Danach sieht die Masse dann wie folgt aus:

Die flüssige Butter, nachdem sie aus dem Gefrierfach kommt

Die flüssige Butter, nachdem sie aus dem Gefrierfach kommt

Jetzt kräftig mit einem kleinen Schneebesen rühren, bis die Masse richtig schön cremig wird. Am Anfang tut sich nichts, aber dann geht es ganz schnell.

Erste wird die Masse immer heller ...

Erste wird die Masse immer heller …

... und dann immer fester

… und dann immer fester

... bis sie fest genug ist

… bis sie fest genug ist

Jetzt hat es schon fast die gewünschte cremige, buttrige Konsistenz.

Die Körperbutter ist so gut wie fertig

Die Körperbutter ist so gut wie fertig

Dann kommt das Ganze nochmal für ein paar Minuten ins Gefrierfach.
Ab jetzt rate ich euch zu einem großen Löffel zu greifen, sonst bleibt alles bloß im Schneebesen hängen und ihr habt nichts mehr zum schlagen. Ist aber auch nur zu Beginn so, weil jetzt alles super fest ist. Wie bei normaler Butter gilt, je wärmer sie wieder wird, desto cremiger wird sie.

Nach dem zweiten "Gefriergang" wird es schwieriger sie zu schlagen

Nach dem zweiten “Gefriergang” wird es schwieriger sie zu schlagen

Schlagt nochmal alles gut durch und fügt dann die Tropfen Lavendelöl hinzu. Jetzt wieder alles gut verrühren.

Jetzt nehmt ihr euch ein Glas und setzt einen Plastikgefrierbeutel mit einer Ecke rein, schlagt den Rest des Beutels um den Glasrand und füllt mit einem großen Löffel die mehr oder weniger feste Butter in den Spritzbeutel. Schneidet die untere Ecke ab und füllt schön sauber die Butter in euer Gläschen oder Tiegel.

Die fertige Körperbutter im Gläschen

Die fertige Körperbutter im Gläschen

Und dann seid ihr auch schon fertig und ihr habt eure eigene Körperbutter hergestellt. Mir selbst hat es echt Spaß gemacht und es hat alles richtig gut geklappt. Wichtig ist, dass ihr die Body Butter kühl lagert, damit sie, gerade jetzt im Sommer, nicht schmilzt.
Die Creme ist jetzt ungefährt 6 Monate haltbar.

Ich hoffe, euch macht es genauso viel Spaß wir mir!

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